Besusch der Klima-Arena in Sinsheim

Das jährliche Treffen der drei Sportkreise Heidelberg, Mannheim und Sinsheim mit Landrat Stefan Dallinger vom Rhein-Neckar-Kreis und seinen Mitarbeitern Dezernent Ulrich Bäuerlein und Amtsleiter Matthias Köpfer musste wegen der „Corona-Krise“ vom Frühjahr auf den September verschoben werden.

Treffpunkt war die Klima-Arena in Sinsheim. Zunächst stand eine Führung des Vorstandsvorsitzenden der Klimastiftung für Bürger, Dr. Bernd Welz, in dem von der „Dietmar-Hopp-Stiftung“ finanzierten Areal auf dem Programm. Sie verdeutlichte, wie sensibel die Umwelt auf menschliche Eingriffe reagiert und welche Maßnahmen notwendig sind, um unsere Erde im Gleichgewicht zu halten.

Klaus Bähr und Gerhard Schäfer vom Sportkreis Heidelberg, Dr. Sabine Hamann vom Sportkreis Mannheim und Willi Ernst vom Sportkreis Sinsheim waren sich einig, dass ein Besuch der Klima-Arena von Sportvereinen (vor allem Kinder und Jugendliche) das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Sport und Umwelt fördere. Sie vereinbarten, sich in Kürze über die Entwicklung einer Partnerschaft zwischen den Sportkreisen und der Klima-Arena zu unterhalten.
 

Landrat Dallinger versicherte beim Arbeitsgespräch, dass die Sportförderung trotz „Corona“ nicht gekürzt und über eine höhere Bezuschussung der Übungsleiter*innen nachgedacht werde. Klaus Bähr- in seiner Eigenschaft als Sprecher für die drei Sportkreise bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Rhein-Neckar-Kreis, lobte die digitalisierte Form der Übungsleiter-Bezuschussung und wies darauf hin , dass die Feierlichkeiten zu „50 Jahre Jugendaustausch Vichy / Rhein-Neckar-Kreis“ wegen der Pandemie auf das kommende Jahr verschoben werden müssen. Das „Fest des Sports“ im Angelbachtal, das dieses Jahr ebenfalls ausfiel, soll- so Dallinger- im kommenden Jahr für die zu Ehrenden von 2020 und 2021 gemeinsam gefeiert werden.

 

v.l.: Landrat Stefan Dallinger, Dr. Bernd Welz (Vorstandsvorsitzender der Klimastiftung für Bürger), Klaus Bähr (Sprecher der Sportkreise im Sportausschuss des Kreistags), Willi Ernst (Vorsitzender Sportkreis Sinsheim), Gerhard Schäfer (Vorsitzender Sportkreis Heidelberg), Dezernent Ulrich Bäuerlein, Dr. Sabine Hamann (Vorsitzende Sportkreis Mannheim), Amtsleiter Matthias Köpfer

 

 

Bestandserhebung im Sportkreis Sinsheim

Die TSG 1899 Hoffenheim ist nach wie vor der mitgliederstärkste Sportverein Nordbadens. Während der organsierte Sport in Baden-Württemberg weiterhin steigende Mitgliederzahlen ausweist, liegen jedoch im Badischen Sportbund Nord zwei Sportkreise und die TSG 1899 als größter Verein im BSB außerhalb dieses Trends, auch wenn es nur minimale Rückgänge sind. Beim Sportkreis Sinsheim wirken sich vor allem die Mitgliedereinbußen im Fußball aus. Nach einem Minus von 397 Mitgliedern gegenüber 2019 rutschen den Kreisfußballer auf 26 088 ab. Bei der TSG 1899 sind noch 10 737 Personen eingeschrieben. Das sind 248 weniger als im Vorjahr.

Doch nach wie vor ist der Sport in Baden-Württemberg ungebrochen eine stabile Größe und die mitgliederstärkste Personenvereinigung des Südwestens. Sowohl der Landessportverband Baden-Württemberg als auch der Badische Sportbund Nord, einer der drei den LSV BW bildenden Sportbünde, verzeichnen in der aktuellen Bestandserhebung erneut Zuwächse. Knapp vier Millionen (genau 3 986 516) Baden-Württemberger, das ist fast jeder Dritte, sind in den 11 294 Vereinen des Landes eingeschrieben. Gegenüber dem Vorjahr vergrößerte sich somit der Mitgliederstamm um 4,9 Prozent. Auf den Bereich des Badischen Sportbundes Nord bezogen dokumentiert die alljährlich durchgeführte Erhebung ähnliche Fakten: In 2 433 Sportvereinen sind exakt 789 496 Sportvereinsmitglieder zur Jahreswende notiert worden, ein Zuwachs gegenüber Anfang 2019 von rund 1,1 Prozent.

Da diese Zahlen vor der Corona-Krise zusammengetragen worden sind, kann daraus noch keine Aussage über die Entwicklung der Sportvereine durch die Pandemie gezogen werden. Dennoch ist die Statistik aussagekräftig. Ein Blick auf die Vereine des Sportkreises Sinsheim verdeutlicht: In der Region Sinsheim hält sich das Wachstum, abgesehen von einigen wenigen wie der TSG 1899 Hoffenheim, seit einiger Zeit in Grenzen. Ja, der Positivtrend erhielt erstmals nach mehreren Jahren einen Knick, wenngleich nur einen kleinen. Die Vorjahreswerte konnten nicht erreicht werden. An der Jahreswende 2019/20 zählte der Sportkreis nämlich nur noch 58 468 Mitglieder in 191 Vereinen. Das ist ein Minus von 0,47 Prozent oder in konkreten Zahlen ausgedrückt 276 Personen. Noch im Vorjahr verzeichnete Sportkreisvorsitzender Willi Ernst als einziger der neun nordbadischen Sportkreise ein größeres Plus. Damals dank des erheblichen Zuwachses von 1899 Hoffenheim.

26 Sportfachverbände, angefangen vom Badminton und Bahnengolfen sowie Basketball bis hin zum Schwimmen und Volleyball waren 2019 im Sportkreis aktiv. Der mitgliederstärkste Verband ist trotz seines Verlustes von 397 Mitgliedern nach wie vor klar der Fußballverband (in 50 Vereinen 26 088) vor dem Elsenzturngau (in 49 Vereinen 14 973) und den Sportschützen (bei einem Minus von 63 nunmehr 3 416, organisiert in 23 Vereinen). Tennis verzeichnete nach mehreren Jahren wieder ein kleines Plus (3 411 in 30 Vereinen). Tischtennis (2 297 in 28 Vereinen) folgt auf Platz fünf vor der Leichtathletik (nach einem Minus von 100 noch 1 744 in 17 Vereinen), Handball (1 657), Volleyball (1 266), dem Reitsport (1 137) und dem Tanzen (1 017).

Die Verantwortlichen in den Vereinen und Verbänden würden es sich zu leichtmachen, wenn sie den aktuellen Mitgliederschwund ausschließlich mit der TSG 1899 Hoffenheim in Verbindung bringen würden. Sicherlich verzeichneten die Hoffenheimer erstmals in diesem Jahrtausend keine weitere Steigerung. Prozentual gesehen liegen die 248 Austritte bei der TSG erheblich niedriger als die Mitgliederrückgänge beispielsweise beim TV 1861 Sinsheim, Schützenverein Babstadt, SV Ehrstädt, Reitclub Elsenz oder FV Landshausen. Fakt ist aber auch, bei nahezu der Hälfte aller 191 Vereinen ist ein Minus vor den Bestandserhebungszahlen zu finden! Nicht nur durch diese Zahlen sehen sich die Verantwortlichen des Sportkreises bestärkt, ihr Projekt „Neue Wege im Sport“ weiter zu forcieren und den Vereinen die Möglichkeit geben, durch neue Aktionen diesem Negativtrend entgegenzuwirken.

Die TSG 1899 Hoffenheim bleibt mit 10 737 Mitgliedern der größte Verein des Badischen Sportbundes, beim BSB Nord gefolgt vom Karlsruher SC (9 309) und dem Deutschen Alpenverein Sektion Karlsruhe (9 010). Im Sportkreis untermauerte der TV Bad Rappenau mit einem Zuwachs von 22 und nunmehr 1814 Mitgliedern seinen zweiten Platz vor dem TV Eppingen (nach einem Minus von 20 nun 1 419). Den größten Zuwachs der „großen Zehn“ schaffte der TV Eschelbronn auf nunmehr 1 182 Mitglieder. Der TV Sinsheim (1 132) ist vor dem TV Sulzfeld (1 129) und dem TV Waibstadt (1 087) Fünfter. Die Plätze acht bis zehn nehmen der TV Neckarbischofsheim (914), der TSV Helmstadt (826) und der TV Kirchardt (817) ein.

 

Hans-Ingo Appenzeller

 
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